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Materialien

Bei den tierischen Fasern unterscheidet man zwischen drei Kategorien: Wolle sowie feine Tierhaare, grobe Tierhaare und Seide. Dabei bilden mit Ausnahme der Seide die Haarfollikel der Tiere die Fasern.

Wollen und feine Tierhaare

  • Wolle von Schafen: Die Wolle der Schafe wird durch jährliches scheren der Tiere gewonnen. Man bezeichnet die erhaltene Wolle auch als Schurwolle. Wolle stammt ausschliesslich vom Schaf. Als Wolle bezeichnet man ein in sich zusammenhängendes Vlies.

  • Angora: Das Haar des Angorakaninchens ist sehr fein, leicht und glatt. Da es Wasserdampf gut aufnehmen kann, sind Stoffe aus Kaninchenhaar sehr warm haltend und Rheuma lindernd.

  • Alpaka, Lama, Vikunja und Guanako: Es handelt sich hierbei um Haare von den gleichnamigen Lamaarten, beziehungsweise Schafkamelen. Die Haare sind fein, glänzend und wenig gekraust.

  • Kaschmir: Man gewinnt diese Fasern durch auskämmen der Flaumhaare bei der Kaschmirziege. Die feinsten Kaschmirhaare werden auch Pashmina genannt, wobei Pashmina kein international geschützter Name ist und Vieles darunter verkauft wird.

  • Yak: Die Yakwolle stammt vom asiatischen Hochlandrind. Der Yakflaum ist sehr fein, weich und wärmend.

  • Kamelhaar: Kamele werfen ihr Flaumhaar jährlich ab. Es ist sehr fein, weich und leicht gekraust.

  • Yangir: Das Haar des sibirischen Steinbocks ist sehr fein, leicht und nur in limitierter Verfügbarkeit handelbar.

  • Shahtoosh: Flaumhaar der Chiru Antilope. Mit einem Durchmesser von nur 8 bis 10 Mikron ist es die feinste tierische Faser weltweit. Die Chiru Antilope kommt heute praktisch nur noch im Himalajagebiet von Tibet vor und ist international geschützt. Trotz Handelsverbots werden jährlich rund 40 Kilogramm Shahtoosh gehandelt. Für Shahtoosh-Schals werden Preise von 4'000 bis 40’000 CHF bezahlt.

Grobe Tierhaare

  • Ziegenhaar: Bezeichnet die Haare gewöhnlicher Ziegenrassen und ist im Vergleich zu den feinen Haare beispielsweise der Kaschmirziege (Kaschmirwolle) ein grobes Tierhaar und keine Wolle.

  • Rosshaar: Dieses Haar ist sehr grob und wurde früher als Polster und Füllung von Matratzen verwendet.

Seiden

  • Maulbeerseide: Diese Zuchtseide wird aus dem Kokon des Maulbeerspinners gewonnen, der sich ausschliesslich von den Blättern des Maulbeerbaums ernährt.

  • Tussahseide: Die Wildseide wird aus dem Kokon des wildlebenden Tussahspinners hergestellt. Der Thussahspinner, auch Eichenspinner genannt, ernährt sich ausschliesslich von Eichenblättern. Sie ist kürzer als Zuchtseide und nicht abhaspelbar.

Erfahren sie unter Faserkunde, wie sie die Qualität von Naturfasern in verarbeiteten Produkten unterscheiden können. mehr...

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